Auf Online-Verkaufsseiten, Werbeplakaten, sozialen Netzwerken, Magazinen und anderen Medien ist zu erkennen, dass der Konsum von umweltfreundlichen oder Bio-Produkten explodiert. Ob in der Lebensmittelindustrie oder in der Mode, immer mehr Menschen wenden sich einem verantwortungsbewussteren und ethischeren Konsum zu. Aus Anlass der Fair-Trade-Wochen sprechen wir daher über diesen verantwortungsvollen Konsum.
Kurze Definition ...
Fairer Handel, ein sehr modisches Konzept, das als Alternative zum herkömmlichen, als hyperkapitalistisch und rücksichtslos empfundenen Handelssystem beschrieben wird, ist ein Geschäftsmodell, das das Verhältnis zwischen Produzenten und Verbrauchern in Industrie- und Entwicklungsländern neu ausbalanciert. Der Verbraucher kauft das Produkt zu einem Preis, der dem Produzenten eine faire Vergütung für seine Arbeit garantiert. Für viele Sektoren bedeutet dies die Einführung von Produktions-, Marketing- und Konsummethoden, die zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. Ziel ist es, bessere Handelsbedingungen zu bieten und die Rechte aller Produzenten und Arbeitnehmer, insbesondere im Süden, zu garantieren.Was sind die Kriterien des fairen Handels?
Zahlreiche Werte und Kriterien regeln den fairen Handel. Und anhand dieser universellen Referenzen erkennt man, ob ein Handel wirklich fair ist und das Label „fair trade“ trägt.- Wirtschaftliche Kriterien:
- Soziale Kriterien:
- Umweltkriterien:
- Kriterien der Selbstbestimmung oder Stärkung der Autonomie:
- Kriterien der Sensibilisierung:
Warum fair konsumieren?
- Zur Unterstützung des Erzeugers: Der Kauf dieser Produkte garantiert die Einhaltung der Grundrechte. Und vor allem eine faire Entlohnung der Arbeit der Erzeuger.
- Zum Schutz der Umwelt: Erzeuger im fairen Handel verwenden weder Pestizide, GVO noch andere Chemikalien. Die für diese nachhaltige Landwirtschaft verwendeten Techniken schonen die natürlichen Ressourcen und die Artenvielfalt.
- Zur Stärkung der sozialen, nachhaltigen und solidarischen Wirtschaft: Ziel ist es, die Regeln des internationalen Handels für mehr Fairness und Gerechtigkeit im Nord-Süd- aber auch im Nord-Nord-Handel zu ändern.
Entdecken Sie diese fair gehandelten Produkte
Was kann man also im Fairen Handel kaufen? Nun, Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Schokolade, Reis, frisches Obst ... aber auch Kunsthandwerk wie Schmuck, Kleidung, Spielzeug usw. Hier sind einige Tipps für ethischen Konsum.
In Supermärkten oder Fachgeschäften finden Sie Lebensmittel aus fairem Handel. Diese sind dank der Etiketten auf den Verpackungen wie Max Havelaar, Main dans la main oder Bio équitable leicht zu erkennen. Kaffee und Kakao sind die meistverkauften Fair-Trade-Produkte. Wir empfehlen Ihnen auch Lebensmittel wie Tee, Zucker, Öle, Reis, Quinoa, Fonio, Gewürze und Nahrungsergänzungsmittel... Und wenn Sie schon dabei sind, machen Sie einen kleinen Abstecher zu den Fair-Trade-Obstregalen, dort finden Sie frisches Obst in Kompott, Marmelade oder als Fruchtsaft.