Wir werden uns zwei sehr unterschiedliche Beispiele ansehen, die aber letztendlich dasselbe zeigen. Vereine zögern nicht mehr, „schwere Geschütze aufzufahren“, um ihre Botschaft zu verbreiten oder um über sich reden zu machen.
Es sind unterschiedliche Strategien, die uns letztendlich unbehaglich sind, weil wir uns in einem Dilemma befinden: Was sollen wir davon halten? Sollen wir diese Videos (Werbung/Kampagnen) unterstützen oder sollen wir sie kritisieren?
Die erste, die auf den Prüfstand kommt und wirklich verurteilt wird, ist die englische Kampagne von 10:10
Nun, die gesamte Öko-Blogosphäre hat darüber gesprochen (Mickaël vom Eco Blog oder Anne-Sophie von Ecolo-Info), und du hast das Video zweifellos gesehen... also, bevor ich wirklich etwas mache oder rückgängig mache, zeige ich dir das zweite Video gegen Fast Food, das zeigt, dass es wirklich Scheiße ist Kampf gegen Fettleibigkeit
Was mir trotz allem sofort ins Auge sprang, ist, dass man nicht mehr lacht, es sind Vereine, und die Botschaft ist wirklich sehr ernst. Danach nimmt man es, wie man möchte, manche fühlen sich gestört, weil sie schockiert sind, andere sind fassungslos.
Ich persönlich bin wirklich gespalten, voller Ambivalenz wie immer eben, denn gleichzeitig bin ich für Schockkampagnen, solche, die von sich reden machen, solche, die man einmal sieht und nicht vergessen kann (siehe die letzte Greenpeace-Kampagne gegen Palmöl), aber hier finde ich vor allem bei der 10:10-Kampagne, dass sie vor allem einen Hype erzeugt hat, anstatt die ursprüngliche Botschaft (10% Reduktion der Treibhausgase) zu verbreiten, indem sie die menschliche Dimension geradezu vernachlässigt hat...
Umgekehrt ist die Kampagne gegen Kinderfettleibigkeit zerreißend, sie ist verblüffend... aber auch hier ist die Lösung, Schuldgefühle zu erzeugen, um die Botschaft zu verbreiten? Soll man die empfindliche Saite jedes Bürgers berühren, um ihn zum Handeln zu bewegen?
Ein weites Feld...
