Diesen Satz habe ich schon millionenfach gehört. "Ich? Nein, ich bin überhaupt nicht vom Klimawandel betroffen.", und da möchte ich normalerweise einen kleinen Beinfeger anbringen, aber ich tue es nicht, weil ich für Gewaltlosigkeit bin (LOL).
Heute möchte ich dir sagen, dass wir wirklich vom Klimawandel betroffen sind. Schon diesen Sommer war Saint-Etienne die heißeste Stadt Frankreichs, und wir hatten 40/41/42 Grad, aber niemand macht sich Sorgen. "Installier doch eine Klimaanlage in deiner Wohnung, lol." Ach ja, Entschuldigung. Immer noch kein Schnee (weder hier noch in den Bergen), die Gletscher schmelzen, aber "sie werden ja künstlichen Schnee in den Skigebieten machen, da muss man sich keine Sorgen machen", na klar, wieder ein Problem gelöst.
Das Schmelzen des Eises beunruhigte vor 5 Jahren noch niemanden, die Eisbären, die nichts mehr zu fressen haben und verhungern, betrifft uns auch nicht, und das ist natürlich nicht miteinander verbunden.
"Sowieso ist die COP21 nutzlos."Wenn ich für jeden, der diesen Satz gesagt hat, einen Euro bekommen würde, wäre ich reich, glaube ich.
Wann sind wir in Frankreich nicht vom Klimawandel betroffen? Das erste Beispiel, das mir einfällt, sind all die über die Ufer tretenden Flüsse, die Menschenleben fordern, das Vordringen des Meeres, das Schmelzen der Gletscher. Aber das ist alles nur in meinem Öko-Kopf. Am 17. Dezember sind es 16 °C, aber auch das ist völlig normal.
Ja, wir sind nicht auf den Malediven oder in Bangladesch, wir werden keine Klimaflüchtlinge sein, denn unser Land wird nicht verschwinden, aber irgendwann muss die Menschheit etwas tun.
Es ist schwierig, unsere Gewohnheiten zu ändern, auch nur das Geringste zu tun, aber etwas zu tun (ich wende oft den "Anteil des Kolibris" an, wie Pierre Rabhi sagt), ist schon gut, aber man fühlt sich trotzdem machtlos.
Also gut, ich gebe zu, ich bin etwas genervt und müde. Sobald man ernsthaft über Ökologie und saubere Energie spricht, hält man uns für verrückt. Aber das ist nicht so. Ich denke, im Januar werde ich eine Artikelserie darüber schreiben, wie wir unsere Praktiken (ein wenig) und auf positive Weise ändern können.
Außerdem wisst ihr ja, dass es bei Ökologie nicht nur darum geht, Körner zu essen... oder Baumwollunterhosen zu tragen!

