Haben Sie schon einmal vom Fashion Pact gehört? Ich vor zwei Wochen, obwohl es eine Art "Revolution" in der Modebranche sein soll. Das ist neu für mich. Danke für die Info.
30 Gruppen haben den Fashion Pact unterzeichnet, das sind etwa 147 Marken und repräsentiert 20% der Akteure im Textilsektor (nicht schlecht, könnte man sagen). Zu diesen Marken/Gruppen gehören Nike, Adidas, die Kering-Gruppe, La Redoute, H&M, Chanel ...
Wussten Sie also, dass die Textilindustrie einen sehr großen Einfluss auf die Umwelt hat: 10% der Kohlenstoffemissionen, 20% der Abwassereinleitungen, 500.000 Tonnen Mikroplastikfasern im Ozean (aus dem Waschen von synthetischen Textilien wie Polyester, Nylon ...)?
Wenn wir so weitermachen, wird Textil bis 2030 60% der Kohlenstoffemissionen ausmachen. Das finde ich enorm. Die Klimakrise belastet mich wirklich, aber das ist ein anderes Thema.
Worauf sollte man sich also konzentrieren, um diesen Einfluss zu reduzieren? 3 Ziele: Klima, Biodiversität und Ozeane
- 0 Treibhausgasemissionen bis 2050
- 100% erneuerbare Energien bis 2030 in der gesamten Lieferkette
- Eliminierung von Plastik bis 2030

Also, meine Meinung, die Idee ist gut. Ich glaube aufrichtig, dass wir eine etwas grünere Alternative zu Plastik in unserer Kleidung finden werden. Vielleicht durch Recycling. Aber der Rest. Wer wird dafür bezahlen? Wer wird bereit sein, dafür zu bezahlen? Der Konsument einer großen Kette, der sein Tanktop für 2€ kauft? Wird er 4€ dafür bezahlen, weil die Kette "sauber" in Energie, aber nicht in Arbeitskraft ist?
Ich habe auch gelesen, dass diese Gruppen diesen Fashion Pact ohne Ergebnisverpflichtung unterzeichnet haben. Warum dann unterschreiben? Warum so ehrgeizig sein? Warum sollten wir Unternehmen nicht dazu "zwingen", eine Art grüne Steuer zu zahlen? Wir zahlen schon viele, das weiß ich. Wir zahlen eine Recyclinggebühr, wussten Sie das? Aber wie dem auch sei, diese 0 CO²-Emissionen sind unmöglich. Schon für uns wächst Bio-Baumwolle nicht in Frankreich. Problem gelöst.